Pressemitteilung Juni 2013

PRESSEMITTEILUNG
Hohe Erwartungen an Treffen mit dem Kultusminister –
Mittwoch, 26.6., Treffen von Kultusminister Spaenle und Landrat Roth zu Gymnasium in Herrsching und FOS/BOS
Herrsching, 25.06.2013: Der Förderverein für ein Gymnasium in Herrsching begrüßt den morgigen Gesprächstermin zwischen Kultusminister Spaenle (CSU), Landrat Roth (CSU) und Frau Dr. Männle, MdL (CSU), zu den Themen Gymnasium und FOS/BOS. Entgegen der ursprünglichen Planung wird der Förderverein bei diesem Gespräch nicht vertreten sein.
„Wir haben hohe Erwartungen an das Treffen zwischen Kultusminister und Landrat “, sagt Jens Waltermann aus Herrsching, Vorsitzender des 400 Mitglieder zählenden Fördervereins für ein Gymnasium in Herrsching. „Unsere Teilnahme als Vertreter der vielen betroffenen Bürger ist dabei nicht entscheidend. Es muss nur 12 Monate nach Antragstellung endlich weitergehen.“
„Landrat Roth und die Landkreis-CSU versprechen seit Jahren die Umsetzung des Gymnasiums,“ fügt Waltermann hinzu. „Wir hoffen sehr, dass ein CSU-Kultusminister Spaenle und ein CSU-Finanzminister Söder das Gymnasium kurz vor Landtags- und Kommunalwahlen nicht blockieren werden – das möchte der Landrat in dieser CSU-internen Gesprächsrunde offenbar verdeutlichen.“
„Das Gymnasium ist und bleibt das wichtigste Infrastrukturprojekt im westlichen Landkreis Starnberg,“ ergänzt Eva Fürstenberger aus Seefeld, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. „Die Bürger hier wollen wissen, wer bereit ist, das fehlende wohnortnahe Bildungsangebot für unsere Kinder zu ergänzen und die gymnasiale Versorgung im westlichen Landkreis endlich an das bayerische Niveau anzugleichen, und wer nicht.“
Tatsächlich liegt die gymnasiale Versorgung im westlichen Landkreis Starnberg mit 0,34 Plätzen pro Schüler weit unter dem bayerischen Durchschnitt (ca. 0,45 Plätze pro Schüler) und noch weiter unter der Versorgung im östlichen Landkreis (0,6 Plätze pro Schüler. Das Angebot im westlichen Landkreis würde also nur für eine Übertrittsquote von 34% ins Gymnasium reichen. In diesem Jahr liegt die Quote im westlichen Landkreis aber wieder über 60%. Obwohl am Gymnasium Gilching in diesem Jahr sieben 5. Klassen mit insgesamt 220 Schülern eingerichtet werden, gehen wiederum 65 Schüler der 5. Klasse als Auspendler mit langen Fahrzeiten und ohne Fahrkostenerstattung an Gymnasien im Landkreis Fürstenfeldbruck.
„Bei sieben 5. Klassen mit jeweils mehr als 30 Schülern davon zu sprechen, dass Gilching nicht ausgelastet sei, scheint uns absurd,“ betont Eva Fürstenberger, „ein Herrschinger Gymnasium mit drei 5. Klassen würde die Auspendler aus dem Kreis Fürstenfeldbruck zurückholen und Gilching um eine 5. Klasse entlasten – das kann doch auch aus Sicht der betroffenen Gymnasien nur vernünftig sein.“
Schon 2011 hatte der Landrat des Kreises Fürstenfeldbruck, Karmasin, in einem Schreiben an den Kultusminister darauf hingewiesen, dass es das Gymnasium in Herrsching zur Entlastung seiner Schulen dringend brauche.
Sowohl eine detaillierte Bedarfsanalyse im Auftrag des Zweckverbandes für weiterführende Schulen im westlichen Landkreis im Sommer 2010, als auch ein Schulentwicklungsgutachten für den gesamten Landkreis aus dem Frühjahr 2012 hatten ergeben, dass eine dauerhafte Unterversorgung von mindestens 650 Gymnasiasten aus dem westlichen Landkreis besteht, die im Gymnasium Gilching keinen Platz finden, und deshalb in der ganz überwiegenden Mehrzahl den Landkreis verlassen müssen. Die Analyse bejahte den Bedarf für eine weiteres Gymnasium mit mindestens 800 Schülern und sah den Bestand des Gilchinger Gymnasiums mit weiterhin etwa 1100 Schülern in keiner Weise gefährdet.

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Autor: tanja
Datum: Sonntag, 28. Juli 2013 22:59
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