Pressemitteilung: Kreistag beschließt Antragstellung für weiteres Gymnasium

 

Kreistag beschließt Antragstellung für weiteres Gymnasium mit großer Mehrheit - “Endlich ein guter Tag für die Bildung im Landkreis Starnberg.“

Herrsching, 30.07.2012: Mit großer Freude hat der Förderverein für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis die große Mehrheit für den Gymnasiumsantrag aufgenommen. Nachdem am 14.7. weit über 500 Menschen in Herrsching für ein Gymnasium demonstriert hatten, waren es heute 37 Ja-Stimmen im Kreistag vor allem von CSU, FDP und Grünen, die den Ausschlag gaben.

„Heute ist endlich ein guter Tag für die Bildung im Landkreis Starnberg“, sagte Jens Waltermann, Vorsitzender des 400 Mitglieder zählenden Fördervereins. „Mit vereinten Kräften gilt es nun, das Kultusministerium vom dringenden Bedarf für ein weiteres Gymnasium zu überzeugen. Wir werden hier mit unseren Mitgliedern, Landkreisvertretern und –kandidaten aktive Überzeugungsarbeit leisten.“

Als „ausgesprochen schade“ bezeichnete Waltermann das ablehnende Abstimmungsverhalten einiger Bürgermeister aus dem Osten und Nordwesten des Landkreises. „Namentlich Herr Pfaffinger und Herr Walter müssen sich fragen lassen, ob sie der Blick auf den eigenen Stadtsäckel blind für die notwendige Solidarität und Bildungsgerechtigkeit im Landkreis macht. Das mag für einen Bürgermeister noch angehen, für einen Kreisrat ist es aber unangemessen.“

Der Förderverein begrüßt außerdem ausdrücklich die positive Entscheidung für eine Probeeinschreibung in einer FOS/BOS im Landkreis Starnberg. „Auch dieses weiterführende Schulangebot ist sehr wichtig“ meint Waltermann. „Nach Aufbau eines Gymnasiums in Herrsching werden in Gilching Raumkapazitäten für bis zu 500 Schüler frei. Der Landkreis sollte ernsthaft darüber nachdenken, hier eine FOS/BOS anzusiedeln, die auch die Nachbarlandkreise Fürstenfeldbruck und München Land ansprechen könnte. Dann wäre das Schulangebot entlang der S8 endlich auf Augenhöhe mit dem des östlichen Landkreises Starnberg.“

Sowohl eine detaillierte Bedarfsanalyse im Auftrag des Zweckverbandes für weiterführende Schulen im westlichen Landkreis im Sommer 2010, als auch ein Schulentwicklungsgutachten für den gesamten Landkreis aus dem Frühjahr 2012 hatten ergeben, dass eine dauerhafte Unterversorgung von mindestens 650 Gymnasiasten aus dem westlichen Landkreis besteht, die im Gymnasium Gilching keinen Platz finden, und deshalb in der ganz überwiegenden Mehrzahl den Landkreis verlassen müssen. Die Analyse bejahte den Bedarf für eine weiteres Gymnasium mit mindestens 800 Schülern und sah den Bestand des Gilchinger Gymnasiums mit weiterhin etwa 1100 Schülern „nicht gefährdet“. Auch der Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck, der etwa 500 der verdrängten Starnberger Gymnasiasten aufnimmt, hatte gegenüber dem Kultusministerium darauf hingewiesen, daß aufgrund des steigenden eigenen Bedarfs auch aus seiner Sicht der Bedarf für ein weiteres Gymnasium besteht. Der Schulentwicklungsplan stellte zusätzlich nunmehr einen Bedarf von bis zu 600 Schülern für eine FOS/BOS im Landkreis fest.

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Autor: tanja
Datum: Montag, 30. Juli 2012 22:08
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