Kreistag lehnt Antragstellung für weiteres Gymnasium mit 27 zu 26 Stimmen ab

 

Schwarzer Tag für Bildung im Landkreis Starnberg, aber wir kämpfen weiter!

 

Herrsching, 19.12.2011, Pressemitteilung des Fördervereins:
Mit Bestürzung und Unverständnis hat der Förderverein für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis die mehrheitliche Ablehnung eines Gymnasiumsantrags an das Kultusministerium durch den Kreistag zur Kenntnis genommen. Grüne, Freie Wähler und die SPD (mit Ausnahme von Tim Weidner) hatten in der heutigen Kreistagssitzung gegen die Stellung des längst überfälligen Antrages gestimmt. Sie bestehen auf einer Bedarfsermittlung für alle weiterführenden Schulen im Landkreis und auf der Prüfung einer Fach- und Berufsoberschule, die allerdings nicht Sache des Landkreises, sondern eine Aufgabe des Freistaates ist. Die weiteren Prüfungen werden voraussichtlich bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen.

 

„Dies ist ein Schwarzer Tag für die Bildung im Landkreis Starnberg“, sagte Jens Waltermann, Vorsitzender des 400 Mitglieder zählenden Fördervereins. „Bildungschancen zu beschwören und sie dann auf die lange Bank zu schieben – das ist schlechte Kreispolitik. Den Eltern zu erklären, ihre Kinder seien an der Realschule ohnehin besser aufgehoben, das ist Hohn. Unsere Mitglieder werden nicht vergessen, wer sie im Kreistag verhöhnt hat.“

 

Erstaunt zeigte sich Waltermann darüber, dass die Gegner eines Gymnasiumsantrages offenbar nicht  wussten, dass die Einrichtung einer FOS/BOS im Landkreis Staatsaufgabe ist, die nicht vom Landkreis finanziert wird. Alle Parteien hatten ihre Unterstützung für eine solche ergänzende Schulform deutlich gemacht, Redner von FDP und CSU machten allerdings deutlich, dass sie nunmehr den ersten Schritt für eine bessere Bildung im Landkreis in Form des Gymnasiumsantrags machen wollten.

 

Eine detaillierte Bedarfsanalyse im Auftrag des Zweckverbandes für weiterführende Schulen hatte bereits im Sommer 2010 ergeben, dass eine dauerhafte Unterversorgung von mindestens 650 Gymnasiasten aus dem westlichen Landkreis besteht, die im Gymnasium Gilching keinen Platz finden, und deshalb in der ganz überwiegenden Mehrzahl den Landkreis verlassen müssen. Die Analyse bejahte den Bedarf für eine weiteres Gymnasium mit mindestens 800 Schülern und sah den Bestand des Gilchinger Gymnasiums mit weiterhin etwa 1200 Schülern „nicht gefährdet“. Auch der Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck, der etwa 500 der verdrängten Starnberger Gymnasiasten aufnimmt, hatte gegenüber dem Kultusministerium darauf  hingewiesen, daß aufgrund des steigenden eigenen Bedarfs auch aus seiner Sicht der Bedarf für ein weiteres Gymnasium besteht.

 

„Wir werden weiter kämpfen!“ betonte Waltermann und ergänzt: „Ich kann nur hoffen, dass das Kultusministerium aus der weiter verzögerten Antragstellung nicht den falschen Schluss zieht, das Gymnasium an sich sei wohl nicht so dringlich. Der Verwaltung kann ich für ihren Einsatz nur danken – wir werden weiter Hand in Hand arbeiten, um das Gymnasium doch noch zu ermöglichen.“

 

 

 

Kontakt:
Jens Waltermann
Erster Vorsitzender des Fördervereins
Tel. 0173-8877222

 

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Autor: anja
Datum: Mittwoch, 21. Dezember 2011 21:32
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